lunes, 12 de marzo de 2007

El fin de Semana

Mal wieder Morje zusammen!
Was gibts Neues in Deutsche Landen? Haltet mich gefälligst aufm neuesten Stand!!!
Gibt viel vom vergangen Wochenende zu berichten... Bin mit Jutta am Samstag morgen (naja fast Mittag.... ca. 2 Stunden später als geplant weil es mal wieder im letzten Moment an allem fehlte: Stadtpläne, Schlafsäcke etc.) nach Otavalo gefahren.... mit einem dieser lebensgefährlichen Busse gings in ca. 2 Stunden zu einem der größten Märkte Lateinamerikas. Dort wird hauptsächlich von Indígenas (den Eingebohrenen Lateinamerikas) einfach alles angeboten, wobei Samstags auch noch der Hauptmarkttag ist und die ganze Stadt ein einziger riesiger Zirkusartiger Basar is... von wunderschönem Kunsthandwerk, über Kleidung, Decken, Hüte bis hin zu Mais, Reis, Fleisch (komplette gegrillte Schwein :-) ) gibts hier eben einfach mal alles. Dazu sind alle Leute erschreckend nett (ok wollen halt was verkaufen... fällt aber trotzdem positiv auf). Handeln kann man auch mit fast jedem um ca. 50% des Preises :-) Jutta hat direkt mal groß eingekauft... ich habs bei ner Feldflasche mit Ecuadormotiven auf Leder drumrum und ner Sonnenbrille belassen... wir werden aber wiederkommen.
Dann gings in 20 Minuten (und damit für 20cent :-) ) nach Ilúman, ein Indígenastädtchen, dass hauptsächlich für seine Hutmacher und Schamanen bekannt ist. Haben dort bei Indígenas die unsere Gastmutter Jenny kennt übernachtet... einfach unfassbar wie die da leben... 16. Jahrhundert bis auf wenige Ausnahmen (seit ein paar Jahren fließendes Wasser und ein TELEFON!!!). Kamen gerade rechtzeitg um eim Cui-Grillen zuzugucken: Cui heißt Merrschweinchen auf Quichua und die sind dort die absolute Delikatesse... die halten da ca. 30 der armen Tierchen. Denen wird dann die Kehle durchgeschnitten, man lässt sie ausbluten, nimmt sie aus und grillt sie komplett am Stiel über Feuer... solltet Euch mal die Fotos im StudiVZ ansehen :-) ... geschmeckt haben die Tierchen trotzdem wenns auch was befremdlich is die zu Essen während n paar Ausgenommene neben einem liegen und die Lebenden n paar Meter entfernt quiecken :-)... Naja die Indígenafamilie (ca. 10 Leute insgesamt aus 3 Generationen) war unglaublich nett... haben uns alles erzählt ... wies früher war... was sie so machen den ganzen Tag und eben alles... und konnten dann auch da Abendessen und schlafen ohne jemals gefragt zu haben. Sind dann am Sonntag mit der 22-Jährigen Maria -Helen losgezogen um uns die nehegelgene Stadt Cotacachi anzusehen und von da aus (auf der Ladefläche eins Pick-Ups) hoch zur Laguna Cuicocha zu fahren. Die Lagune is unfassbar eindrucksvoll auf ca. 3000m Höhe durch nen Vulkanausbruch entstanden. Dazu noch Eidechsen, ziemlich große Libellen und n paar ziemlich merkwürdige Vögel da oben :-) Alles in nem riesengroßen Naturschutzgebiet, dass den Indígenas gehört. Innerhalb von ca. 4 Stunden kann man zu Fuß um die ganze Lagune rum (auf ca. 3500m) ... hatten aber leider nich genug Zeit dafür...
Dann nochmal zurück nach Ilúman zum Abschied nehmen...konnten uns vorher noch deren unfassbar aufwendiges Huthandwerk ansehen vom dem die Leben: EIN Sombrero pro TAG wenn 5 LEUTE mithelfen! Aber die Teile machen schon was her.... und die Tradition bleibt gewahrt koste es was es wolle :-)....
Danach gings dann mim Bus (inkl. beinahe Unfall) zurück nach Quito wo wir dann alles der Gastfamilie erzählen konnten... Letztendlich kann ich nu sagen... im Vergleich is Quito dann doch gar nich soooo anders wie Deutschland.... jedenfalls nich wenn man mal ne Nacht in Ilúman bei den Indígenas war... DAS IS ANDERS! :-) .... Saludos a Alemania y Adios!