viernes, 10 de agosto de 2007

C O L O M B I A

Tachchen zusammen liebe Leutchen! Wie gehts denn so?
Melde mich nun nach langer Pause mal wieder und hab direkt den kompletten Kolumbien-Bericht dabei :-D ... diesmal wirds also was länger werden... immerhin knapp 2 Wochen von denen zu erzählen is, und diese 2 Wochen waren auch noch komplett vollgestopft mit Zeug dass ich Euch einfach nich vorenthalten kann :-D ... also los gehts:
27.07.
Der letzte Arbeitstag bei ASEC und der Abschied von Mayra stand da an, waren alle zusammen lecker Essen und haben uns dabei Fussball angeguckt... Ecuador hat im Finale gegen Jamaica irgendnen Amerikanischen U-20-Pokal oder sowas gewonnen und dementsprechend war die Stimmung übelst gut :-D Danach hieß es dann eben schonma Abschied von Mayra nehmen weil sie ja auf Reisen is in diesen letzten Tagen die ich wieder hier bin (alle anderen hab ich gestern nochma gesehen) als Abschiedsgeschenk gabs nen Ring und auch ein paar Tränen sind geflossen...und es fiel wirklich nich leicht ihr Tschö zu sagen... aber es gibt ja das Internet also wird man sicher in Kontakt bleiben... und wer weiß... vielleicht sieht man sich irgendwann nochma irgendwo auf der Welt, falls sich die Chance bietet würd ich mich auf jeden Fall wie bekloppt freuen...
Naja der Abend wurde für den Kultfilm "Que tan Lejos" genutzt den wir uns mit der Salsa-Reisen-Truppe im Kino angeguckt haben... sehr sehr geiler Film der Ecuador und seine Leute geradezu perfekt und auf super lustige Weise anhand von ner eigentlich eher simplen Geschichte präsentiert... alle waren sehr begeistert und es is jetzt schon sicher, dass ich den Film irgendwoher bekommen muss um ihn auch in Deutschland am Start zu haben... naja danach noch mit der ganzen Truppe in ne Kneipe die Volker empfohlen hatte... bisschen was Essen, bisschen Bier (vom Faß sogar, aber irgendwie wars schlechter als aus der Flasche....). Und schon war der letzte Abend in Ecuador vor Kolumbien vorbei...immerhin sollte es am nächsten Morgen extrem früh zum Flughafen gehen also hab ich das Feiern lieber ma sein lassen...
28.07.
Am Samstag morgen um 5 so rum gings dann zum Flughafen... den Riesenrucksack auf den Rücken un ab nach Kolumbien... der Flug nach Bogotá dauert von hier aus nur n bisschen mehr als ne Stunde also warn wir schon am Morgen da. In Bogotá angekommen gings erstma zu nem Hostal, dass wir schon n paar Tage vorher per Internet gefunden hatten... dort lag der Typ, der dort arbeitete noch ziemlich verkatert im Aufenthaltsraum auf ner Pritsche und brauchte erstma n paar Minuten zum Wachwerden bis er uns dann die Zimmer zeigte... auch das ging aber nich so richtig glatt... zwischen nem Doppel-nem 4er und nem 8er-Zimmer wurde n paarmal gewechselt bis dann letztendlich sicher war, dass wir im 8er-Zimmer schlafen...
Nachdem das dann geschafft war kam dann auch schon Pablo, der ja dort in Bogotá sein Praktikum gemacht hat und mit uns in Bad Honnef studiert, mit ihm gings dann ab in die Stadt. Bogotá ist sauber, modern, organisiert... ja ziemlich europäisch würd ich fast sagen...ne 9 Millionen-Stadt die ein komplettes Tal in den Anden füllt.... alles ganz schön... irgendwie hat die Stadt aber nich die Persönlichkeit Quitos... nich so liebenswert, verplant, leicht verdreckt wie Quito...
Naja habens und dort erstma n paar Märkte angeguckt und sind was Essen gegangen, wobei schonma klar wurde dass Kolumbien im Allgemeinen und Bogotá im Besonderen doch was teurer is als Ecuador... geil is aber, dass es im Gegensatz zu Ecuador dort ne sehr ausgeprägte Cafe-Kultur gibt... heißt es gibt an jeder Ecke und überall guten Café (Tinto nennt sich das, n doppelter Espresso sozusagen den man auf der Straße für 500 Peso, also 30 Cent oder so kaufen kann). Daraufhin haben wir uns erstma um die Flüge nach Cartagena gekümmert was sich als schwerer als erhofft rausstellte weil ich ca. anderthalb Stunden suchen musste bis ich meine Dollars in Pesos getauscht hatte und den Flug dann auch zahlen konnte... Naja dann gings ins weltberühmte Museo del Oro... das beste Goldmuseum überhaupt wie man sagt... halt ne Menge Goldschmuck, Masken und und und... das Gold der Incas eben...ziemlich beeindruckend muss man schon sagen...dann noch schnell n Eis essen (das total ekelhaft war weil die da krankerweise Käse drüber raspeln!!!) und wieder ins Hostal zum chillen... bin dann in der Nähe vom Hostal was rumspaziert um ma rauszufinden wo wir da überhaupt sind...sonst aber nur rumchillen und sich für den Partyabend ausruhen... das war dann auch nötig wie sich herausstellte... trafen uns dann mit Pablo und ner Freundin von dem zum Essen (chinesich... sehr sehr lecker) und dann gings an die Killercoktails... riesige Schnapsgemische mit nochma nem Extra-Reagenzglas purem Schnaps drin die uns alle in die richtige Abendstimmung brachten :-D so motiviert wurde dann in irgendnem Laden noch mehr Alk gekauft und im Park in der Zona Rosa (Bogotás Partymeile) vernichtet... letztendlich waren dann auch alle gut dicht und wir haben uns durchgehend über den größten Quatsch totgelacht (zum Beispiel darüber, dass Pablo unabhängig von Position und Ziel immer erstma vorschlug nach "Norden" zu gehen :-D). Im Hostal hat sich dann wohl in der Nacht der Alkohol nochma selbsständig gemacht wie ich am nächsten Morgen von Jutta erfahren musste... hab wohl im Schlaf in der Gegend rumgeschrien :-D ...
29.07.
Am nächsten Tag gings (natürlich leicht verkatert) erstma zu Creps & Waffles was essen, besonders Pablo hing doch sehr übel in den Seilen und irgendwie wollte der Chuchaki auch nich weichen... naja hoch gings dann mim Teleferico auf den Monserrate... nem Berg am Rande der Stadt mit ner Kirche drauf von dem man die gigantischen Ausmaße der Stadt sieht... von da oben sah man tatsächlich (dank wunderbarem Wetter) die komplette Stadt und da konnte man dann schon glauben, dass da 9 Millionen Menschen wohnen...zum weiteren Runterkommen gings dann in ein superschönes Centro Commercial, das in ner riesen Hacienda beheimatet is... danach noch durch n paar Märkte da in der Gegend...so richtig wollte aber keine Partymotivation mehr aufkommen also gings nur gechillt ins Hard Rock Café und zu Pablo nach Haus wo wir seinen höchst Liebenswerten Gastvater (eher Gastopa :-D) kennenlernen durften... insgesamt ging aber nich mehr viel... bisschen Musik hörn, Quatsch erzählen und dann ins Hostal....
30.07.
Montag dann gings mim Bus raus aus Bogotá nach Zipquira wo in nem Salzbergwerk eine Salzkathedrale zu bestaunen is... die haben da ma echt den Kreuzweg mit riesigen Kreuzen im Bergwerk und dazu eben tatsächlich ne fette Kathedrale... schon sehr beeindruckend da halt tatsächlich Kreuze, Altare, Figuren etc. hauptsächlich aus Salz sind und insgesamt das ganze Teil schon nen eher unwirklichen Eindruck macht... is halt schon sehr merkwürdig solche Konstruktion IN nem Salzbergwerk bestaunen zu dürfen... naja in Zipaquira wurd dann noch lecker was gegessen (naja meins war lecker... Jutta hatte Pommes in ihrer Suppe?! :-D) und dort rumspaziert. Danach zu Pablos Arbeitzplatz wo der sich verabschiedete denn sein Flug stand für Dienstag an... irgendwie kam das ganze weitaus förmlicher rüber als es bei meinem Praktikum hier war... keine Ahnung das scheint in Kolumbien alles etwas anders zu laufen... Pablo sprach seine Chefin im Gegensatz zu mir bei ASEC jedenfalls nich einfach mim Vornamen an...
Naja kurz darauf gings dann für Jutta und mich auch schon raus aus Bogotá nach Cartagena... der Flieger landete überraschend noch in Barranquilla zwischen aber irgendwann am Abend waren wir dann doch im wunderschönen Cartagena. Dort fiel erstma positiv die Hitze auf... schon beim ersten Schritt aus dem Flieger raus war klar dass uns die nächsten Tage unmöglich kalt werden konnte :-D ... Mim Taxi vom Flughafen zum Hostal konnte man dann schonma erahnen warum Cartagena oben im Norden Kolumbiens und sowohl mit Pazifik-als auch Karibikstrandnähe als die vielleicht schönste Stadt Südamerikas gesehen wird... gaaaaanz viel bunte, wunderschöne Kolonialstilarchitektur prägt das Stadtbild. Erstma gings aber eben dran n Hostal zu finden, da das empfohlene voll war... glücklicherweise gabs aber n paar hundert Meter weiter ein weiteres Billiges wos auch noch Platz gab... Haben an nem kleinen Platz in der Nähe vom Hostal dann nochwas gegessen und daraufhin hat sich Jutta ins Bett gehauen... ich war noch hochmotiviert und bin allein n bisschen durch Cartagena spaziert und minütlich verstärkte sich die Begeisterung für diese wirklich bildschöne Stadt. Naja irgendwann hab aber auch ich mich dann von der Schönheit losreissen können und bin ins Bett wo mans ohne Decke und mim Ventilator auf der höchsten Stufe gerade noch aushalten konnte.
31.07.
Der nächste Tag begann erstma mit nem Anruf in Ollheim um ma zu berichten dass ich auch nach n paar Tagen in Kolumbien noch gesund und munter bin :-D Leider gabs aber von dort nichts Positives zu berichten und so war ich doch erstma sehr geknickt und brauchte doch ne ganze Zeit bis das mit dem genießen der umwerfenden Schönheit um mich rum wieder ging... letztendlich war ich aber dann relativ schnell wieder davon überzeugt, dass Familie Schumacher auch diese nächste Hürde mit Bravour nehmen wird.
Spazierten also erstma n paar Stunden durch die Altstadt um uns weiter davon zu überzeugen, dass Cartagena die schönste Stadt der Welt is :-D ... zur Stärkung gabs n Shrimp-Cocktail von nem kleinen Stand an der Straße...so kann mans schon aushalten :-D ... strahlende Sonne, unzählige wunderschöne Kolonialstil-Gebäude und eben frische Meeresfrüchte... einfach nur geil....
Danach haben wir uns dann von Leutchen da zu ner Stadtrundfahrt in der Chiva (Partybus :-D) breitschlagen lassen was sich als sehr gute Entscheidung rausstellte... die Tour beinhaltete ALLES was die Stadt so zu bieten hat... ein Kloster auf nem Berg drauf von dem man aus die Stadt überblicken kann (außerdem konnte man sich dort mit nem Faultier fotografieren lassen und nen Goldaltar gabs auch noch :-D), eine riesen Fortanlage, ein Denkmal, das aus 2 riesigen Schuhen besteht, Besuch eines Smaragdjuweliers (Kolumbien ist weltweit berühmt für Smaragde).... alles sehr schön, interessant und einfach nur ein weiteres geiles Erlebnis :-D
Später gings dann nochma zu Fuß durch die Altstadt wo wir dann eher zufällig sogar noch ne Truppe bei traditionellen Tänzen zu sehen bekamen...danach leicht verirrt und deßhalb sicherheitshalber mim Taxi zurück zum Hostal. Der Abend brachte dann noch was zu Essen, das Kennenlernen von n paar Deutschen im Hostal und n kurzern Besuch im Internet-Café....
01.08.
Morgens das Hostal verlassen und ab zum Schiff... nervte n bisschen dass halt das komplette Gepäck dabei war aber wir hatten ja vor am Strand zu übernachten also musste halt der Riesenrucksack trotz übelster Hitze auf den Rücken... zum ersten Mal gabs dann Probleme beim Geldabheben was sich in den nächsten Tagen noch als üüübelst nervig rausstellen sollte... man musste immer unzählige Geldautomaten ausprobieren bis es ma ging mit der Deutschen Bankkarte...
Naja das Schiff stellte sich als absolutes Partyschiff heraus :-D ... N Typ mit Mikro machte Stimmung und so ging die Zeit bis zum ersten Ziel... den Islas Rosarios... schnell rum... bei den Islas Rosarios handelt es sich um ca. 40 winzig kleine Inseln (auf manche passt nur ne Hütte drauf) die teilweise in Privatbesitz sind... stehen wie man sich denken kann feine Häuschen drauf...
Danach gings ins Acuario... das aber eigentlich keine wirkliches Aquarium is ... eher haben die n paar Abtrennungen ins Meer reingebaut und so steht man mit der umwerfenden Karibik um einen rum (strahlender Sonnenschein, glasklares warmes Meer) auf Stegen rum und guckt sich Delfine, verschiedene Haie und Meeresschildkröten an... sehr feine Sache und eben alles Teil der Schiffstour...
Später dann kamen wir am eigentlichen Ziel, der Playa Blanca, an. Dieser absolute Traumstrand sollte ja für nen Tag und ne Nacht unser zu Hause sein :-D ... sind also nich mim Schiff zurückgefahren (nachdem wir noch mit den Leuten da Mittaggegessen haben... Fisch, was sonst? :-D) sondern auf der Insel geblieben und haben uns aufgemacht um jemanden zu finden der uns für ne Nacht ne Hängematte am Strand vermietet... so jemand fand sich dann auch relativ schnell und schon war das Paradies unser :-D ... Die Zeit dort war einfach nur wunderschön... nachdem das Schiff wieder abgelegt hatte war man auf der Insel abgesehen von vereinzelten Leuten die halt auch ne Nacht dableiben fast allein.... heißt man trinkt Bier, bestaunt die Palmen, spaziert den Strand entlang, liegt in der Sonne, chillt in der Hängematte, isst Meeresfrüchte und genießt einfach nur... auch Schnorcheln ging bei nem kleinen Riff nahe dem Strand ganz gut und es gab n paar knallbunte Fische zu sehen...
Gegend Abend verließen dann sogar die Leute die einem Bier verkaufen oder die Hängematten vermieten die Insel und so waren Jutta und ich mit noch 3 anderen Deutschen die wir dort kennengelernt hatten komplett allein am Traumstrand... es regnete kurz weßhalb wir die Hängematte unters Dach hängen mussten... naja und wenns dann erstma dunkel is... dann geht nix mehr :-D ... überraschenderweise bekamen wir aber dann Nachts doch noch Besuch.... ne ganze Menge Kühe und 2 oder 3 Esel tauchten auf einmal am Strand auf und machten es sich um unsere Hängematten drumrum gemütlich... sehr merkwürdig war das schon weil ja keine Leute mehr auf der Insel waren und die Kühe da eher ziellos rumrannten... naja... noch merkwürdiger wurde es als uns irgendwann ein merkwürdiges Leuchten am Himmel auffiel... dachten zuerst es wären Blitze aber das wars nich.... keine Ahnung was das nu letztendlich war aber stundenlang leuchtete der Himmel immer wieder auf...was die Abendtoilete angeht gibts da natürlich kein fließendes Wasser oder sowas.... also ab ins Meer für jeglche Bedürfnisse :-D
02.08.
Am nächsten Morgen dann kam glücklicherweise pünktlich zur Frühstückszeit ne alte Frau vorbei, die uns n Fruchtsalat verkaufte und so gestärkte konnte ich mich dann zu nem Spaziergang am Strand entlang aufmachen...nochmals also das Paradies genießen, an Seesternen und n paar anderen Hängematten-Plätzen vorbei bis zur anderen Seite des Strandes, wo sich "El Paraiso" fand, die Hütten und Hängematten die uns eigentlich zum Übernachtung empfohlen worden waren, die wir aber am Vortag nich gefunden hatten...
Der weitere Verlauf des Tages bestand dann daraus noch jeden Moment an der Playa Blanca zu genießen, n paar Bier und ne Coco Loco (Kokosnuss mit Rum drin :-D) zu trinken und so langsam das ankommen der Tourschiffe mitzuverfolgen... das bedeutete dann allerdings auch, dass man sich langsam auf die Socken machen musste...
Zurück gings dann eben wieder mim Partyboot dessen Entertainer uns auch noch kannte weßhalb es keine Probleme gab obwohl ich mein Ticket nich mehr fand... die Rückfahrt war im Gegensatz zur Hinfahrt seeeeeeeehr gechillt und alle chillten nur so vor sich hin...
Der Plan sah dann vor von Cartagena aus nach Santa Marta (Richtung Venezuela) weiterzufahren was aber nich ging weil wir noch bis in den späten Abend aufn Bus hätten warten müssen... haben also stattdessen nurn Bus nach Barranquilla genommen was ungefähr auf halber Strecke liegt... diesmal ging die Air-Con im Bus total übel ab und wir wären vor Kälteschock nach der ganzen Hitze in Cartagena und an der Playa Blanca fast im bus erfroren :-) ...In Barranquilla dann fand sich nach einiger zielloser Taxifahrerei glücklicherweise doch noch n Hotel (Canadiense) zum Übernachten...vorher bekamen Jutta und ich dann aber doch (eigentlich erstmals auf der Tour) nochma kurz n bisschen Stress miteinander...und das wegen Fleischgeruch im Zimmer dank meinem Abendessen... aber gut... 24-7 zusammen durch die Gegend reisend muss es wohl auch ma zu sowas kommen :-D...
03.08.
Nun gings weiter nach Santa Marta... leider nich ohne weitere Probleme mit den verdammten Geldautomaten, langsam fings an zu nerven... naja von dort aus dann weiter nach Togonga. Togonga is ein verpenntes, aber ganz schönes Fischerdörfchen an der Grenze zum Parque Tayrona der einige absolute Traumstrände am Start haben soll... zu einem von denen versuchten wir dann auch zu kommen. Das stellte sich aber als gar nich ma so leicht raus und so mussten wir letztendlich mit der "Playa Grande" nur ca. 5 Minuten mim Bötchen von Togonga aus vorlieb nehmen, das lag teilweise an fehlender Zeit, aber auch an fehlendem Geld weil ich ja keins abheben konnte!grrr!
Playa Grande war dann leider nich so berauschend, irgendwie sehr ungemütlicher Strand... eher mittelmäßiges Wetter, viele Leute... halt nich so was wir uns vorgestellt hatten... war aber auch nich wirklich Parque Tayrona sondern nur kurz davor... außerdem hatten wir nur 4 Stunden ums zu "genießen"...danach gings nämlich schon zurück nach Togonga und von dort aus nach Santa Marta. Unfassbarerweise funktionierte dort nu aufeinmal das Geldabheben und so gings mit n paar Sorgen weniger nach Cartagena (OK "Sorgen" is wohl eher relativ zu sehen wenn man bedenkt dass wir seit Tagen von Strand zu Strand chillten :-D). Im Bus gabs keine 2 Plätze mehr nebeneinander und so lernte ich stattdessen nen Geschäftsmann aus Barranquilla als Sitznachbarn kennen der mir seine halbe Lebensgeschichte erzählte und den wir am nächsten Tag sogar nochma zufällig in Cartagena trafen... Als Unterhaltung gabs reihenweise Filme von Stephen Seagal..was ein Schrott :-D
In Cartagena angekommen gings dann wieder ins Hotel Familiar, das wir ja nu schon kannten.
04.08.
Der nächste Tag bestand hauptsächlich aus Warten (in Cartagena auf den Flieger nach Bogotá und in Bogotá auf den Bus nach Armenia) und Fahren/Fliegen weßhalb es da nich wirklich was besonderes zu berichten gibt... Zeit wurde halt bei weiteren Spaziergängen in Cartagena und durch ne Mal in Bogotá totgeschlagen und wir fanden einmal mehr raus wie weit sich das Talent Wartezeit ohne zu große Langeweile und noch halbwegs gut drauf zu überstehen schon entwickelt hat :-D
05.08.
Nach Armenia warn wir gefahren (8 Stunden im Bus von Bogotá aus, die letzte Nacht durch) weils in der Zona Cafetera Kolumbiens liegt und so gings dann dort angekommen auch erstma darum schnellstmöglich in den "Parque Nacional de Café" zu kommen...dafür musste aber erstma was gewartet werden weil wir morgens schon so früh dort ankamen...
Danach gings dann mit nem kleinen Büsschen genau dorthin...der Parque is ziemlich riesengroß und besteht aus nem Vergüngungspark mit Achterbahnen und so (den wir aber ausließen) und dem eigentlich Parque de Café... dort gibts dann Präsentation wir so der Café-Anbau, das Trocknen, Malen usw. läuft, außerdem gibts schöne Haciendas und eben Plantagen zu sehen, dazu mal wieder viel schöner Kolonialstil und ne ganze Menge exotischer Pflanzen in eder erdenklichen Form und Farbe... ganz schön wars im Großen und Ganzen wenn ich mir das ganze auch irgendwie weniger touristisch vorgestellt hatte... war halt alles sehr klar geführt... hatte mir eher n paar Wege durch ne wirkliche Riesencafé-Hacienda-und Plantage vorgestellt...
Von dort aus zurück gingen wir dann erstma n Stück durch die wunderschöne Gegend zu Fuß... sehr gechillt und Zeit sich weitere Pläne für die nächsten Tage zu überlegen...bis wir dann nach anderthalb Kilometern oder so doch noch n kleines Büsschen fanden dass uns mit ins Zentrum von Armenia fand.
Armenia selbst stellte sich allerdings als dreckig, unsicher wirkend und einfach nur ungemütlich raus... komische Gestalten rannten da rum, n Penner wurde vor unseren Augen mit nem Schlagstock niedergeprügelt (Selbstjustiz eines Ladenbesitzers bei dem er wohl versucht hatte zu klauen) und unsere Nachtunterkunft hatte irgendwie Puff-charakter... alles sehr merkwürdig und...naja fühlte sich nich besonders gut an...
06.08.
Glücklicherweise konnten wir Armenia dann am nächsten Morgen schnellstens Richtung Salento verlassen... dieses kleine Dörfchen ca. anderthalb Stunden entfernt, schien ein bis 2 der letzten Jahrhunderte einfach ignoriert zu haben... schöne alte Häuschen, gechillte Leute und leckeres Essen (Riesenpatacones mit Lachs!!!) machten die paar Stunden dort zu nem weiteren Höhepunkt der Kolumbienzeit... haben dort nich mehr wirklich viel gemacht... sind zu nem Aussichtspunkt hochgekraxelt und was durchs Dorf gelatscht (ziellos, planlos, einfach schön :-D) und mussten den Plan in ein nahes Tal (zu 60m hohen "Wax-Palmen") zu fahren letztendlich aus Zeitgründen aufgeben...stattdessen sahen wir noch nen übelst druff aussehende Typen aus nem Busch kommen den ich vorher noch mit Steinen beworfen hatte weil ich Bewegung drin gesehen hatte :-D
Letztendlich fassten wir den Plan die Kolumbien-Tour nochma auszuweiten bis wir nach Bogotá zurückmussten, es sollte noch nach Cali weit in den Süden des Landes gehen...
Gesagt getan kamen wir dort nach weiteren 4 Stunden im Bus an und fanden auch gleich n gechilltes Hostal und auch nach einiger Rumrennerei noch nen Argentinier für was zu Essen...
07.08.
Cali stellte sich zwar als schöne Stadt raus (die selbsternannte "Welthauptstadt" der Salsa...) aber viel zu sehen bekamen wir nich da Feiertag war und somit vieles bis alles geschlossen war :-( .... immerhin hab ich aber n paar Latschen und ne Tasche gefunden und auch Jutta hat sich noch n paar Schuhe gekauft... abgesehen davon dann eben n paar Kirchen gesehen und sowas...danach dann der Höhepunkt des Geld-Abhebe-Stress... dachte nach ca. 20 Geldautomaten die nich funktionieren wollten schon ich müsste jemanden umbringen... daraufhin kam dann die Idee auf die Kreditkarte statt der Geldkarte auszuprobieren und siehe da: es ging!!! hatten zwischenzeitlich die komplette Stadt mehrmals von Geldautomat zu Geldautomat durchquert und so hatten wir dann auch genug von Cali :-D
Daraufhin hieß es dann eben Abschied nehmen wobei wir dabei erstma noch n kleines Problemchen im Hostal hatten weil die nich geplant hatten, dass wir schon abreisen wollten und us so theoretisch die zweite Nacht hätten berechnen können... haben se dann aber doch nich gemacht :-D ...
Danach dann eben nochma n paar Stunden warten und dann im Bus nach Bogotá...schon beim Ticketkauf erfuhren wir, dass das statt wie erwartet 12 Stunden nu doch nur 8-9 Stunden sollte... positiv überrascht mussten wir aber dann erstma noch n bisschen auf den Bus warten... immerhin durften wir dafür in den VIP-Raum der Bus-Firma :-) ... dort wurde dann noch gut was Quatsch erzählt bis wir uns in den Bus setzen konnten.
Die letzte von vielen Nächten im Bus ging dann auch reltiv schnell rum und früh am morgen kamen wir halbwegs fit in Bogotá an...
08.08.
In Bogotá hatten wir dann noch nen kompletten Tag rumzukriegen bis am Abend der Flieger zurück nach Ecuador ging... das ließ sich ganz gut realisieren indem wir stundenlang durch 2 Mals latschten und so ungefähr JEDEN Laden zu sehen bekamen den es gibt :-) ...
So verbrachten wir dann eben den ganzen Tach bis es zum Terminal zurück ging (Riesenrucksack abholn) und weiter zum Flughafen...
Dort suchten wir verzweifelt den Check-In Schalter unserer Fluggesellschaft Aerogal bis sich rausstellte, dass der "gleich erst kommt". Was das heißt wenn son Check-In-Schalter "kommt" zeigte sich dann kurze Zeit später als die Aerogal-Belegschaft vor dem Iberai-Schalter nen eher behelfsmäßigen Schalter "aufbaute"... sehr sehr merkwürdig und irgendwie übelst unprofessionell alles... aber gut... Improvisation á la Lateinamerika eben :-D
Weiter so gings dann auch beim einchecken (der Rucksack lag zwischenzeitlich verloren mitten im Raum rum und niemand schien sich mehr drum zu kümmern?!) und vorm Flug... alles wurde total übermotiviert und verplant 10 mal kontrolliert und erst mit ner Stunden Verspätung gings dann dank eher gestresst/angespannt wirkenden Aerogal-Mitarbeitern zurück nach Quito...
Dort kamen wir dann spät Abends an und konnten erstma die wie immer leicht gestresste aber sonst gut aufgelegte Jenny wieder in die Arme schließen :-D ... unsere Zimmer waren allerdings belegt warum wir mit Matratzen auf Dachboden vorlieb nehmen mussten...naja machte dann auch nix mehr...